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| Frauen sind die besseren Männer  |


2015, mdv Mitteldeutscher Verlag GmbH / Halle, Illustrationen von  Peter Dunsch, ISBN 978-3-95462-536-9,
gebunden, 144 Seiten, 9,95 EUR

Klappentext:

Endlich gibt es nun das sehnsüchtig erwartete Best-of der Satiren aus den ersten und längst vergriffenen Büchern von U. S. Levin. Darin begegnen dem Leser die lieb gewonnen Protagonisten – der Ich-Erzähler selbst, seine Frau und wie stets das nachbarliche Ehepaar Stürzler – in Geschichten, die das Eheleben so schreibt, vom Autor herrlich überspitzt, urkomisch, wie nur er es bewerkstelligen kann. Da geht es um die Angst des Mannes um sein bestes Stück: sein Auto, und darum, ob die Ehefrau ans Steuer darf. Das alleine kann schon Albträume bereiten. Und wenn noch die neue junge Nachbarin im Fahrstuhl auftaucht, dann ist der Ehefrieden ganz dahin. Doch zum Glück kommt ja jedes Jahr der Hochzeitstag, an dem Mann alles wiedergutmachen kann …

Nicht fehlen dürfen natürlich die schwarz-humorigen Karikaturen von Peter Dunsch, ohne die seine Bücher nur halb so schön wären, wie Levins Frau zu urteilen weiß. Und Frauen haben ja bekanntlich immer recht! Aber sind sie auch die besseren Männer? Finden Sie’s heraus!

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Rezensionen:

Veröffentlicht am 30. Juli 2015 von cbose in Ratgeber (Buchtipp, Christine Bose)

Die Zeit des Wartens und der Entbehrung ist vorbei, seit das neueste Gemeinschaftswerk von Autor und Zeichner den Büchermarkt bereichert. „Frauen sind die besseren Männer“ – und wer wollte daran den geringsten Zweifel hegen – ist das nach Auskunft des Verlages „Best-of der Satiren aus den ersten und längst vergriffenen Büchern von U.S. Levin“.

Der Ich-Erzähler nebst Ehefrau und Nachbar Felix Stürzler, ebenfalls verheiratet, durchleben die kuriosesten Alltagssituationen. Und das wird so meisterhaft beschrieben und ebenso meisterhaft in Zeichnungen umgesetzt, dass sich sofort der Gedanke breit macht: Na klar, das kommt uns doch alles irgendwie bekannt vor; das haben wir so ähnlich auch schon erlebt, aber eben nie durch die satirische Brille gesehen.

Vorsicht vor allerlei Risiken und Nebenwirkungen, kann es doch passieren, dass Leserinnen und Leser nicht nur still vor sich hin schmunzeln, wenn sie sich in das Büchlein vertiefen, sondern plötzlich laut loslachen. Das könnte bei uneingeweihten Zeitgenossen zu allerlei Missverständnissen führen: im Arzt- oder Zahnarztwartezimmer, an der Bushaltestelle oder im fahrenden Zug, im Wartebereich von Ämtern, Behörden und Verwaltungen jeder Art.

Kleiner Tipp: Nicht lange versuchen, den verständnislos dreinblickenden Mitmenschen die zunächst unerklärliche Situation erklären wollen. Das bringt sowieso nichts! Einfach den ungläubig Staunenden das Buch leihweise in die Hand drücken, kombiniert mit dem Vorschlag, sich selbst eine Geschichte auszusuchen. Und dann nur noch warten, bis der Andere oder die Andere herzhaft losprustet.

Die Lektüre dürfte sogar bei jenen ihre Wirkung nicht verfehlen, die verkniffen ihr Tagwerk mit einem kräftigen Schluck aus der Essigflasche beginnen.

Christine Bose

Dipl.-Journalistin

 

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